Johann Georg Geyger
"Jägerin"
"Jäger im Boot"
"Vogelschütze"
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Die Bilder Geygers lassen eine Gewalt spüren, die wir nicht ermessen können. Bedrohliches und Dramatisches, Abgründiges, Düsteres, Verhängnisvolles, schießende Männer und jagende Frauen sind dargestellt, abweisende Mauern, gefurchter Boden in dunklem Ton. Die Malerei selbst ist beherrschend, die Kraft des groben Pinsels, die Rauheit des Grundes oder der Grundierung, die harte Spannung der Komposition. Und doch handelt es sich hier nicht um eine Affirmation der Gewalt oder des Nihilismus. Im Gegenteil sind diese Bilder in jedem Zug imrner auch oder zu allererst Gegenbilder: Der Schütze schießt. Böse ist dieser Schatten, der aus der Farbe des Grundes besteht; sein Schießen ist sinnlos. Er schießt in die ungeschützte Natur der Farbe, die er nicht treffen kann. Diese selbst ist von einer Kraft, die jenen übertrifft - Die Farbe ist die Utopie des Andersseins und die Dominanz des BiIdes gegenüber der Realität.

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aus: "Johann Georg Geyger und seine Bilder - Ein Versuch zu verstehen " von Angelica Horn
Text im Katalog zur Ausstellung 1999 bei Arte Giani


Biographie
  • 1921 geboren am 21. August in Hannover
  • 1946 1. Ausstellung in der Orangerie in Herrenhausen
  • 1953 Stipendium des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie
  • 1958 Villa Massimo, Rom
  • 1962 Niedersächsischer Kunstpreis
  • 1962 Dozentur an der Kunsthochschule Hannover
  • 1963 Berufung an die Staatliche Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
  • 1965 Berufung an die Städelschule, Staatliche Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt a.M. Professur bis 1986
  • 1974 - 1976 Reisen nach Japan
  • seit 1955 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes
  • seit 1971 Mitglied der Freien Gruppe München

    Johann Georg Geyger lebt und arbeitet in Frankfurt a. M.
Ausstellungen

    Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland (Auswahl)

  • 1947 - 1964 Regelmäßige Teilnahme an den Ausstellungen des Kunstvereins Hannover
  • seit 1953 Regelmäßige Teilnahme an den Ausstellungen des Deutschen Künstlerbundes
  • seit 1971 Regelmäßige Teilnahme an der Großen Kunstausstellung München
  • 1953 "Westdeutsche Kunst 1945 - 1953", Hagen
  • "Graphisches Kabinett", Bremen
  • 1954 "Das Bild der Landschaft", Darmstadt
  • 1955 International Art Exhibition, Tokyo
  • Galerie Netzel, Worpswede
  • 1958 Jahresausstellung, Villa Massimo, Rom
  • 1959 "Junge deutsche Maler", Kassel
  • Galerie Brockstedt, Hannover
  • 1960 "Arte aleman desde 1946", Rio de Janeiro
  • "Deutsche Kunst der Gegenwart", Mexiko City, Bogotá, Caracas, Lima
  • "Premio Marzotto", Mailand
  • 1961 "Deutsche Kunst der Gegenwart", Brüssel, Paris
  • "Ars viva", Köln, Nürnberg und Kassel
  • 1962 "Arte actual aleman", Buenos Aires, Montevideo, Santiago
  • City Art Gallery, Bristol
  • 1964 "Deutsche Malerei", Kopenhagen
  • "Malerei in Deutschland heute", Helsinki
  • Kunstverein Braunschweig, Braunschweig
  • 1967 "Deutsche Handzeichnungen und Aquarelle der letzten Zwanzig Jahre", Hannover
  • 1969 "Künstler in Frankfurt", Frankfurt
  • 1974 Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath, Frankfurt
  • 1978 "Die bildende Kunst und das Tier", Hannover
  • 1979 Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt
  • Galerie Haas, Berlin
  • 1980 Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt
  • Darmstädter Sezession, Darmstadt
  • Ausstellung der Hochschule der Bildenden Künste, Braunschweig
  • 1981 Galerie Michael Haas, Berlin
  • Galerie Luklum, Braunschweig
  • 1982 Galerie Piro, Frankfurt
  • 1983 Galerie Sander, Darmstadt
  • 1985 "Kunst in Frankfurt", Frankfurter Kunstverein, Frankfurt
  • 1986 Galerie Sander, Darmstadt
  • 1988 Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf
  • 1989 Kunstverein Freiburg, Freiburg i. Br.
  • 1990 Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt
  • 1997/98 "Jubiläumsausstellung Galerie Appel und Fertsch", Frankfurter Kunstverein, Frankfurt
  • 1999 Arte Giani, Frankfurt

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